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Sattel mit Baum

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Der Sattel passt!
Reiter kennen den Spruch: "Der Reiter formt das Pferd". Leider kann dies auch ein schlecht sitzender Sattel, denn wenn dieser drückt, kann er eine Muskelatrophie bewirken. Sitzt der Sattel nicht korrekt, drückt er den großen Trapezmuskel des Pferdes weg bzw. versucht das Tier, dem Schmerz durch den nicht passenden Sattel durch Wegdrücken des Rückens auszuweichen. Die Muskulatur verkümmert an dieser Stelle, der Rücken kommt nicht mehr zum Schwingen und ist im Grunde nicht tragfähig. Schlecht sitzende Sättel führen zur Trageerschöpfung und zu unmotivierten Pferden, die nur unter Schmerzen laufen und im schlimmsten Fall gesundheitliche Schäden wie Kissing Spines davontragen.
Wichtig ist daher, kontrollieren Sie wie folgt ob der Sattel passt:

- Der Sattel liegt im Schwerpunkt, er liegt mit der gesamten Polsterung auf.
- Er kippt nicht nach vorn oder nach hinten.
- Die Schulter des Pferdes bleibt frei (lässt sich durch das Hochnehmen des Vorderbeins gut testen). Auf die Kammerweite achten!
- Der Sattel ist nicht zu kurz und nicht zu lang.
- Die Wirbelsäule bleibt frei.
- Die Sattelgröße passt zum Reiter (17,5 Zoll für Reiter mit Größe 36/38, 18 Zoll für Reiter mit Größe 40).
- Zwischen Vorderzwiesel und Widerrist kann die Hand aufrecht hineingeschoben werden (vier Finger).

Die richtige Passform des Sattels muss sowohl im Stand als auch in der Bewegung getestet werden. Ideal ist es, wenn die Passform auch beim Reiten beurteilt werden kann, denn durch das Reitergewicht verändert sich die Lage des Sattels enorm. Da das bei Jungpferden bzw. Pferden im Anfangsstadium der Ausbildung nicht möglich ist, muss die Passform in kurzen Abständen überprüft werden.

Verschiedene Reitweisen und Sättel
Egal, ob es um Working Equitation, Dressur- oder Springreiten geht, um das Westernreiten oder um die barocke Reitweise: Jede Richtung kennt eigene Besonderheiten beim Sattel. Ein Wanderreitsattel ist deutlich bequemer und bietet einige Anbringungsmöglichkeiten für Gepäck, der Rennsattel erfüllt seinen Zweck nur für die Kürze eines Rennens. Der Springsattel bietet dank großer Pauschen einen guten Halt, der spanische Sattel punktet mit einem tiefen Sitz, der mit dem im Dressursattel vergleichbar ist. Allen gemein ist, dass sie gut passen und das Reitergewicht optimal verteilen sollen. Nur dann kann ein Pferd mit schwingendem Rücken losgelassen und durchlässig an den Hilfen stehen!