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Fellsattel

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Der Fellsattel: Baumlose Alternative zum herkömmlichen Sattel


Wie viel Sattel braucht das Pferd? Und wie viel der Reiter? Die Antworten auf diese Fragen sind nicht immer übereinstimmend. Der eine wünscht sich einen möglichst umfassenden Druckausgleich, der andere vor allem einen sicheren Sitz. Doch es gibt eine Zwischenlösung: den Fellsattel!

Von der Übergangslösung zur Alternative


Früher wurde der Fellsattel vor allem für junge Pferde gewählt. Sie befinden sich noch im Muskelaufbau und verändern sich stark. Ein gut angepasster Sattel passt nach einigen Wochen des Trainings nicht mehr. Das gilt auch für Pferde, die sich in der Rekonvaleszenz befinden, sie bauen ebenfalls rasch wieder an Muskulatur auf. Wer nun weder ständig in einen neuen Sattel oder wenigstens den Sattler investieren möchte, sucht nach einer Übergangslösung. Hier kommt der Fellsattel ins Spiel, der mit seiner guten Auflagefläche und weichen Polsterung dafür sorgt, dass der Rücken des Pferdes frei schwingen kann und sich die Muskulatur ohne Einengungen und Druckstellen aufbaut.
Aus der Nische des Übergangssattels konnte sich der Fellsattel längst befreien und so wird er heute auch von den Reitern genutzt, die eine Alternative zum Baumsattel suchen und ihren Sitz schulen wollen. Sie finden im Fellsattel genügend Halt, stören ihr Pferd nicht im Rücken und können sich auf einen ausbalancierten Sitz konzentrieren.

Vorteile des Fellsattels


Die Vorteile des Fellsattels liegen auf der Hand: Er ist weich gepolstert, passt sich dem Rücken des Pferdes an und sorgt damit für einen ungestörten Aufbau der Muskulatur. Der Fellsattel punktet vor allem durch:

  • gleichmäßige Auflage
  • weiche Polsterung durch Verwendung echten Lammfells
  • leichte Reinigung durch bloßes Waschen, Trocknen und Ausbürsten
  • druckausgleichende Wirkung
  • Reiter sitzt nahe am Pferd
  • feine Hilfengebung möglich
  • dank individueller Anpassung für verschiedene Pferde nutzbar


Fellsattel: Das kann Lammfell


Lammfell ist ein reines Naturprodukt und besteht überwiegend aus Proteinen. Dies begründet die antibakteriellen Eigenschaften, die Lammfell mitbringt. Außerdem nimmt es sehr viel Feuchtigkeit auf: Zwischen 20 und 30 Prozent des Eigengewichts kann der Sattel aufnehmen. Somit entsteht kein Feuchtigkeitsstau auf dem Pferderücken, der Druckstellen und die Ausprägung eines Sattelzwangs begünstigen kann. Lammfell ist überdies atmungsaktiv und lässt Luft an den Pferderücken. Das Material passt sich Pferd und Reiter optimal an und kann daher auch eventuelle Schiefen in der Muskulatur des Pferdes ausgleichen.

Der Profi rät


Der Fellsattel ist bequem und lässt sich auch für längere Touren im Gelände wunderbar einsetzen. Aufgrund der Nähe zum Pferd spürt der Reiter jede Bewegung des Pferderückens und schult gleichzeitig seinen unabhängigen, ausbalancierten Sitz, der für die gesamte Arbeit und auch für das bloße Freizeitvergnügen beim Reiten unabdingbar ist. Viele Fachleute raten daher zum Fellsattel als Zweitsattel zu Erholungs-, Schulungs- und  Vorbereitungszwecken.